Meine Wissbegier und die Faszination, wie ein Körper aufgebaut ist, welche physiologischen und pathologischen Abläufe in ihm vorgehen und wie er durch physikalische Einflüsse unterstützt werden kann; mein Mitgefühl und mein Bedürfnis gehandicapten Lebewesen auf ihrem Weg hilfestellend zu begleiten, haben mich in meiner beruflichen Entscheidungsfindung Physiotherapeutin zu werden, maßgeblich geprägt.
Nach meinem Staatsexamen in der Humanphysiotherapie, einigen Jahren Berufserfahrung mit Wachkoma- und schwerstbehinderten Patienten, habe ich mich im veterinärmedizinischen Bereich weitergebildet.
Ausschlaggebend dafür waren viele Hunde, mit den verschiedensten Bewegungsstörungen, die ich in der Zeit als ehrenamtliche Helferin in Tierschutzorganisationen kennen lernen und betreuen durfte.
Seit 2003 beschäftige ich mich mit der physiotherapeutischen Behandlung von Hunden. In dieser Physiotherapiepraxis betreue ich hauptberuflich Hunde mit unterschiedlichsten Beschwerden an deren Knochen, Gelenken, Wirbelsäulen und Muskulaturen. Die, durch diverse ganzheitlich orientierte Therapieverfahren, wiederhergestellten / rehabilitierten körperlichen und seelischen Lebensqualitäten einer großen Anzahl meiner vierbeinigen Patienten der letzten Jahre bestätigen, dass sich die Physiotherapie, nicht nur am Menschen, sondern auch am Hund bewährt hat und sehr wirksam ist.
Ganzheitlich orientiert bedeutet in erster Linie, auch das Verhalten und die seelische Verfassung des Hundes zu betrachten und dessen Stabilisierung zu erarbeiten. Äußerst beharrlich verfolge ich das Ziel, dass sich all meine Patienten, sowohl außerhalb (in ihrer Freizeit im Alltag) als auch innerhalb meiner Praxisräume (während der Therapien) sicher, geborgen und wohl fühlen. Nur dann kann eine Therapie, gleich welcher Art, erfolgreich sein.
Einen großen Anteil daran, was und wie ich seit einigen Jahren praktiziere, hat unsere Hündin Gina.
Gina, ich danke Dir für Deine Lehre: „Der Weg ist das Ziel.“ |